ja wie bereits bei den Südstaatlern angekündigt, werde ich hier mal über meine Tour 2026 berichten.
Es geht um die „hidden pearl“ Bosnien.
Kein Meer wie in Kroatien. Keine endlose Küstenstraße. Keine Insta-Filter-Überdosis.
Aber was du hier bekommst, ist… echter. Wilder. Ursprünglicher. Intensiver.
Bosnien ist so ein Land, das dich nicht anschreit – sondern dich langsam packt… und dann nicht mehr loslässt.
Viele kennen das Land kaum oder gar nicht – dabei ist es so vielseitig und wunderschön wie kaum ein anderes in Europa.
Die Kultur, die Gastfreundschaft und die Hilfsbereitschaft in diesem Land sind wirklich einzigartig – du wirst oft wie ein alter Freund behandelt, selbst wenn du zum ersten Mal dort bist. In Bosnien gehen wir die Dinge etwas entspannter an: Es gibt nichts, was einen Bosnier so schnell aus der Ruhe bringt – außer wenn der Kaffee ausgeht. Alles easy wird hier noch gelebt. Das bedeutet auch: keine übermotivierten Polizisten, die einem wie in Italien direkt in die Tasche greifen. Ich hab z.B. an der Grenze meinen KFZ-Schein nicht dabeigehabt – kein Problem, weiterfahren. Ein paar nette Worte und der Grenzbeamte drückt einfach ein Auge zu.
Das Essen ist ähnlich wie in Kroatien, jedoch noch ein wenig vielfältiger und vor allen Dingen besser (und viel, viel billiger).
Die Straßen in Bosnien wurden in den letzten Jahrzehnten durch europäisches Funding stark ausgebaut. Die meisten Städte erreicht man über perfekten Asphalt. Gleichzeitig fährt man durch pure Wildnis: unberührte Natur und Strecken entlang von kristallklaren Flüssen, durch frisch geschlagene Bergtrassen. Ein weiterer Vorteil: Selbst wenn es heiß ist, weht fast immer ein kühles Lüftchen, und die Natur ist ganzjährig satt und grün.
Nun genug geschwafelt – jetzt wollen wir was sehen.
Zur Route: Ich gebe Start Zagreb an, weil bis dahin die meisten den Weg kennen und ihre Reise selbst planen können.
Zagreb->Banja Luka
Hier gibt’s zwei Möglichkeiten: entweder die Autobahn direkt zur Grenze bei Gradiška oder über die Landstraße Kostajnica -> Prijedor. Auf der Landstraße sieht man überwiegend Landwirtschaft. Meiner Meinung nach muss man das nicht unbedingt mitnehmen – die Autobahn ist gut ausgebaut und landschaftlich nimmt sich das nicht viel. Kurven gibt’s hier auch eher wenige.
Strecke
https://www.google.com/maps/dir/Zagreb, ... Banja Luka
In Banja Luka angekommen (mein Geburtsort), solltet ihr auf jeden Fall eine kleine Stadttour machen und die lokalen Banja Lucki Cevapi essen – es sind die besten des Landes PUNKT! Banja Luka ist eine christlich-orthodox geprägte Stadt, was man sofort am Stadtbild erkennt: große Kirchen, goldene Kuppeln und ein Mix aus sozialistischer Architektur und modernen Einflüssen. Die Stadt wirkt entspannt, grün und lebendig zugleich. Länger als ein paar Stunden oder maximal eine Übernachtung müsst ihr hier aber nicht bleiben. (Für junge Leute könnte das Nachtleben noch interessant sein – BL ist eine junge, lebendige Stadt… aber wer ist hier schon noch jung
Bilder
https://www.google.com/search?sca_esv=8 ... uka Bilder
Banja Luka->Jajce
Meine bisherige Lieblingsstrecke… feinste Kurven, Flüsse und Berge. 1,5std Dauergrinsen. Zu Jajce – ein absolut traumhaftes Städtchen. Das ist ein MUST STOP. Mindestens 1 Tag, eher 2, damit man auch in der Umgebung ein bisschen fahren kann. Burg auf nem Berg und die Stadt in Schichten drum herum gebaut. Wasserfälle, Flüsse, Seen. Ein wahrgewordener Traum.
Strecke
https://www.google.com/maps/dir/Banja+L ... ]BL->Jajce
Schaut euch auf Google Maps das Street View an – die Strecke entlang des Vrbas ist absolut irre. Genau deshalb mindestens 2 Tage Jajce, denn die ganze Region sieht so aus. Macht unbedingt einen Ausflug zum Plivsko Jezero (See) und nach Mrkonjic Grad. Badeschlüpfer nicht vergessen – das Wasser ist einfach nur brutal schön.
Bilder
https://www.google.com/search?sca_esv=d ... lder Jajce
Jajce-> Sarajevo (Info: Es gibt nur eine wirklich asphaltierte Strecke nach Sarajevo! Egal, was das Navi sagt – auch Google liegt hier teilweise falsch. Wenn man durchs Gebirge fährt, hat man schnell mal 20 km Schotterpiste.)
Strecke
https://www.google.com/maps/dir/Jajce,+ ... ->Sarajevo
Auf keinen Fall unten lang – nur die Strecke an Zenica vorbei! Lässt sich auch gut bei Google Maps anschauen. Sehr schön zu fahren.
In Sarajevo sollte man sich Zeit nehmen. Wunderschöne Stadt, aber groß. Für Sightseeing etwa 2 Tage einplanen – es lohnt sich. Die Stadt ist kulturell zweigeteilt: muslimisch und christlich (katholisch geprägt). Am Punkt Sarajevo Meeting of Cultures sieht man diesen Übergang ganz deutlich – wirklich beeindruckend.
Die Küche gehört zu den besten im Land. Der Burek aus dem Sač ist absolut genial. Einkaufen kann man auf der Baščaršija
Bilder
https://www.google.com/search?q=sarajev ... r Sarajevo
Sarajevo->Mostar
Jetzt kommt der Teil… wo du verstehst, warum ich das hier schreibe... Hier musste ich tatsächlich öfter mal schlucken… was für eine unfassbare Natur und Straße. Die kann locker mit der Magistrale mithalten. Mit das schönste was ich je in meinem Leben gefahren bin. Teilweise schöner als Thailand!!! wer mich kennt weiß was das bedeutet.
Strecke
https://www.google.com/maps/dir/Sarajev ... vo->Mostar
In den Ortschaften Konjic, Jablanica und Scit kann man perfekt Pausen einlegen und einfach die Natur genießen. Der kleine Umweg lohnt sich absolut – allein wegen der Seen und der Strecke. Schaut euch unbedingt Street View an und googelt jablanicko jezero und ramsko jezero.
Nun zu Mostar. Für mich die zweitschönste Stadt auf dem Balkan (nach Dubrovnik). Kompakt auf den Stadtkern konzentriert habt ihr hier alles: Burgen, Mauern, Türmchen, Brücken (wer hätte das gedacht – „Most“ heißt Brücke
Bilder
https://www.google.com/search?sca_esv=d ... der Mostar
Hier ist meine Tour zu Ende. Ich bin von Mostar aus weiter nach Makarska über Medjugorije (Wallfahrtsort) gefahren – da das aber wieder Magistrale ist, lasse ich das hier weg.


















